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Mallorca von 19. Februar bis 05. März 2010 von Fredhelm Müller
Weiße Mandelblütenpracht und frische Orangen vom Baum - Mallorca im Februar/März mit dem Handbike erfahren.
Wir sind 3 Handbiker plus einem Begleiter auf dem Rennrad an diesem sonnigen Morgen und starten unsere Tour durch “ES PA” (die Ebene) an der Playa de Muro.
Das erste Teilstück die Küstenstraße Richtung Can Picafort ist flach und durch die Bäume windgeschüzt, gerade recht zum einrollen, nach 4 Km -im Kreisel- biegen wir rechts ab Richtung Muro.
Die Landschaft ist nun offen, Gemüsefelder werden hier dreimal im Jahr abgeerntet, der Wind stellt sich uns in den Weg und nach 15 Km erreichen wir auf dem Hügel “(Col de Muro)” die gleichnamige Provinzhauptstadt.
Da sind schon die ersten Schweißtropfen vergossen.
Das nächste Etappenziel - Sineu, geographischer Mittelpunkt Mallorcas- steuern wir über Santa Margalida und Maria de la Salut an. Das ist zwar nicht der kürzeste Weg, aber die ruhigen Nebenstraßen sind vom Profil nur leicht wellig und angenehm zu fahren. Etwas steiler geht es erst kurz vor Sineu zu, da muss schon mal das “kleine Blatt” aufgelegt werden. Wir pausen nach dem Anstieg und dabei werden uns von einer freundlichen Mallorquinerin frisch gepflückte Orangen angeboten, die wir dankend annehmen und beim Verzehr feststellen, dass deren Geschmack weit über Supermarktniveu liegt.
Sineu streifen wir nur und biegen vor der Bahnstrecke links Richtung St Joan ab, die folgenden 5Km führen über eine breite, verkehrsreiche Hauptstraße die wir dann kurz vor dem Ort links in Richtung Petra verlassen.
Die nun folgende Strecke ist für Handbikes wie geschaffen: leichtes Gefälle, guter Belag, meist Rückenwind, dies erlaubt uns die Verfolgung von zwei Rennradfahrern mit denen wir uns mit “40 bis 50 Sachen” ein heißes Duell liefern, dessen Ausgang, na sagen wir mal, unentschieden endet.
Bei den Radfahrern beliebt als Treffpunkt ist der schöne Marktplatz von Petra, hier sitzt man bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauscht “Radlerlatein” aus.
Dabei sind wir mit unseren “Flundern” schon der Hingucker….
Gestärkt und ausgeruht fahren wir wieder Richtung Küste, ca. 4 Km gleichmäßige Steigung führt uns auf die wunderschöne Panoramastraße, die in Radlerkreisen viele Bezeichnungen hat; mir gefällt der Ausdruck “Wellblech” am besten, denn so präsentiert sich auch das Profil, mit dem sich die Piste -leicht abfallend- dem Meer nähert.
Kurz vor dem Straßenende biegen wir links ab, die schlechte Wegstrecke nehmen wir dabei in Kauf, sie erspart uns einen heftigen Anstieg aus einer Senke.
Wir erreichen dann die Hauptstraße von Arta nach Alcudia, zwar kein ruhiges Plätzchen, aber der breite Randstreifen ermöglicht ein sicheres und schnelles fortkommen.
Mein Mitfahrer Thomas aber hat schon wieder die Fährte von einer Rennradgruppe aufgenommen und sich in deren Windschatten geklemmt.
Ich möchte eigentlich nur locker zum Hotel rollen, aber da packt mich doch der Ehrgeiz und ich schließe die Lücke. Auf den flachen oder abschüssigen Passagen können wir problemlos mithalten, bei den leichten Gegensteigungen gehen wir aber bis an die Schmerzgrenze um dranzubleiben, das ist zwar nicht vernünftig, aber es macht uns Spaß so dem Ziel entgegen zu rasen.
An der Playa de Muro angekommen, bedanke ich mich bei unseren “Zugpferden” und wir rollen dann doch noch im gesitteten Tempo aus.
Als wir uns dann im Radzelt aus dem Bike stemmen, haben wir in knapp 4 Stunden 85 Km abgespult, sind zufrieden und freuen uns auf die Dusche.
So oder ähnlich vergingen die Trainingstage des Radurlaubes auf Mallorca vom 19.Februar bis 05. März 2010.
von Friedhelm Müller