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   von Rolf Kersken im Südschwarzwald, September/Okober 2009

Unter dem Motto "Easy going" oder "die Entdeckung der Langsamkeit" wollte ich meinen 2 wöchigen Urlaub im Südschwarzwald dieses Jahr angehen.
Glücklicherweise wurde 2 Tage zuvor mein neues Schmicking MTB fertig.
Jetzt konnte es endlich losgehen !  Davon hatte ich schon sooo lange geträumt. Stellen zu erkunden, die ich so ohne weiteres als Rollifahrer nicht bewältigen kann.
Zwei kurze Stippvisiten in die heimischen Wälder mussten genügen. Dann gings los.
Zunächst etwas zaghaft, dann immer unternehmungslustiger tief in die Wälder hinein.
Eine Wanderkarte 1: 25.000 diente als Orientierung. Steigungen bis 11 % mit trockenem Untergrund waren gut zu nehmen. Ab 14 bzw. 16 % Steigung sah ich dann doch etwas alt aus. Dennoch auf Asphalt kein Problem. Der Radius von 50-80km, den ich mit dem Rennbike gewohnt bin, ist allerdings nicht anzulegen. Entfernungen auf Waldwegen um die 30 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigungsrate von 5 % und durchschnittlichen 500 Höhenmetern hatten es in sich. Das reichte, um den Muskel zum Qualmen zu bringen.
Die Gangschaltungabstufung 20-34 erlaubt auch an 11% Rampen im Tannenwald noch fast in Schrittgeschwindigkeit voran zu kommen u. noch genug Druck auf das Vorderrad zu bringen.
Endgeschwindigkeiten von 40 km/h + bergab auf Waldwegen bringen dann den Pepp. Allerdings habe ich dazu niemals die 48-11 benötigt. Die Energie wird mittels einer Magura Scheibenbremse kaputt gemacht. Verzögerung gut, aber auch hier gelten die physikalischen Prinzipien. Leider musste ich das auf einer kurzen Straßenabfahrt erleben als mir unvermittelt eine junge Katze unter das Vorderrad kam. Das bike tangierte das weniger, die Bereifung u. die Felgen auch nicht, allerdings hat es das Leben der jungen Katze gekostet.
Nicht auszudenken, wenn bei einer Nachtfahrt mir eine Wildsau vors Rad gelaufen wäre …
Die 190er Kurbeln geben genug Hebelkraft, um einigermassen entspannt die Berge zu nehmen.
Die Komplett Schwalbebereifung mit dem Smart Sam ist völlig ausreichend für Gelände und ist auch ein guter Kompromiß, um mal Straße zu fahren. Ich bin mit 2.5 – 3 bar gefahren.
Eine 12cm Bodenfreiheit ist zumindest anzuraten, um es bei Schlaglöchern und Rinnen etwas rasanter angehen zu lassen


Die Stille und die Ausblicke auf die Berner Alpen – Eisberge – waren wieder gigantisch!
Allerdings war es zumeist diesig, so dass diese nur an sehr klaren Tagen zu erkennen waren.
Die Gegend zwischen Todtmoos, St. Blasien, Schluchsee, Murgtal, Albtal, Rickenbach – also im oberen Hotzenwald – eignet sich gut für Tagesausflüge auf gut beschilderten MTB Strecken. Das ist so das Sonnenplateau im Südschwarzwald.
Temperaturen : durchweg um die 20 Grad ++ noch Ende September

Kulinarisch hat der Südschwarzwald auch einiges zu bieten. So haben wir schon mal bei Schwarzwälder Schinkenplättle und Radler den Tag ausklingen lassen. :-)

Ich kann das nur empfehlen mal auszuprobieren auch als Winterausgleichstraining zum Rennbike.

von Rolf Kersken

 
© 2011, x-direction